Archiv der Kategorie: Linguistik

Kritik an Esperanto – Teil 1

600px-flag_of_esperanto-svgEsperanto (Wikipedia Artikel) – eine geplante Welthilfssprache mit romanischem Vokabular, slawischem Alphabet und einer relativ einfachen agglutinativ-analytischen Grammatik – ist eines der kontroversesten Projekte der Menschheitsgeschichte und wird bis heute noch stark diskutiert. In diesem Aufsatz möchte ich die häufigsten Kritikpunkte an Esperanto sammeln und auf ihre Gültigkeit überprüfen. In diesem ersten Teil soll es um soziolinguistische Aspekte Esperantos gehen. Im zweiten Teil werden dagegen die sprach-immanenten Aspekte (Grammatik, Phonologie etc) einer kritischen Untersuchung unterzogen.  Am Ende folgt dann eine persönliche Stellungnahme, die für mich gleichzeitig ein Fazit aus der Diskussion ist. Kritik an Esperanto – Teil 1 weiterlesen

Geschlecht in Indoeuropäischen Sprachen

gender_indoeurDie indoeuropäische Ursprache hatte wie das Deutsche drei grammatikalische Geschlechter: männlich, weiblich und Neutrum. Viele moderne indoeuropäischen Sprachen haben immer noch alle drei Geschlechter, in manchen sind jedoch zwei davon oder wie im Englischen sogar alle drei verschmolzen. Spuren des älteren Drei-Geschlechter-Systems zeigen sich hier manchmal aber noch in den Personalpronomen oder Sonderformen. Geschlecht in Indoeuropäischen Sprachen weiterlesen

Die wunderbare Welt der hochdeutschen Vokale

schema_vokalismusVom Mittelhochdeutschen unterscheidet sich das Neuhochdeutsche wesentlich im Vokalsystem; diese Veränderungen haben jedoch nicht in allen hochdeutschen Sprachen auf die gleiche Art und Weise stattgefunden, so dass heute der gleiche mittelhochdeutsche Vokal je nach Dialekt zu total verschiedenen Lauten weiterentwickelt haben kann. Drei systematische Veränderungen sollen genauer beleuchtet werden. Die wunderbare Welt der hochdeutschen Vokale weiterlesen

Der Kasus-Verlust der indoeuropäischen Sprachen

casus_indoeurLebende Sprachen sind ständigen Umbauprozessen unterworfen. Die indo-europäische Ursprache war eine stark flektierende Sprache, die bei Substantiven 8 Fälle unterschied. Im Laufe der Jahrtausende haben die indoeuropäischen Sprachen jedoch immer mehr Fälle verloren – manche schneller, manche langsamer, doch die Tendenz ist ein stetiger Verlust von Fällen. Dieser Trend hält bis heute an und zeigt sich diachron wie synchron. Der Kasus-Verlust der indoeuropäischen Sprachen weiterlesen